IV. Bewegung durch Intensität, Zweifel und Reifung

5 Fragmente
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Durchlässigkeit

Es gibt ein Alter,
in dem Lernen kein Sammeln mehr ist,
sondern ein Aufweichen.

Die Welt sinkt nicht tiefer,
sie wird fließender in mir –
kein Verstehen,
sondern ein stilles Mitgehen im Kern.

Ich halte Raum,
ohne etwas festzuhalten.
Ich höre zu,
ohne zu verschwinden.
Ich nehme an,
ohne Last zu werden.

Und vielleicht ist das das Geschenk der Jahre:

dass nichts mehr „durch mich“ muss,
weil es längst ich ist.

Ein Leben,
das sich selbst atmet,
offen,
durchlässig,
ungeteilt.