I. Erdung, Ankunft, erste Wahrhaftigkeit

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Ankommen

Ich dachte lange,
ich müsste irgendwohin.

Etwas erreichen.
Mich finden.
Mich ändern.
Mich überwinden.

Ich habe gesucht.
Gestritten.
Gegraben.
Verloren.
Gehofft.
Gekämpft.

Und irgendwann
war da nichts mehr zu suchen.

Nur noch:

Stillstand.
Tiefe.
Wirklichkeit.

Kein Glanz.
Kein Licht.
Nur: ich.

Unaufgeregt.
Ganz.

Nicht besser als früher.
Aber bei mir.

Und plötzlich war da Frieden.
Nicht der große,
nicht der ewige –
aber der echte.

Das Beste im Leben ist nicht, irgendwo anzukommen.
Sondern nicht mehr weg zu sein von sich selbst.